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Keim

Heinrich Keim
New Wave – die Avantgarde der modernen anglo-amerikanischen Science Fiction?
Eine Untersuchung des literarischen Phänomens „New Wave“ anhand der Werke von James Graham Ballard, Michael Moorcock, Brian Wilson Aldiss, John Brunner, Norman Spinrad, Thomas M. Disch, John T. Sladek, Roger Zelazny, Samuel R. Delany
587 Seiten, Broschur
EUR(D) 35,90, EUR(A) 37,50, sFr 65,-- (jeweils UPE)
1. Auflage 1983
ISBN 3-89048-301-1


Die „New Wave“-Science Fiction nahm ihren Ausgang von England und blieb trotz aktiver Beteiligung amerikanischer Autoren vorwiegend ein britisches Phänomen. Das Sprachrohr dieser Bewegung war das Magazin New Worlds.
In den literarischen Arbeiten der „New Wave“ wurde eine bewusst vorgenommene Abgrenzung von bislang dominierenden Zukunfts- und damit auch Menschheitskonzeptionen versucht. Im Mittelpunkt der Themen standen vornehmlich Probleme des heutigen Menschen, wie Hunger, Krieg, Überbevölkerung, steigende Unwirtlichkeit der Welt, vor allem aber auch wachsende psychische Probleme.
Verarbeitet wurden diese literarischen Extrapolationen oftmals mit ästhetischen Mitteln, die in Kunst und „anerkannter“ Literatur, vornehmlich des zwanzigsten Jahrhunderts, aufgetaucht waren.
Der Autor analysiert anhand der Werke der wichtigsten Vertreter dieses „literary movement“ Merkmale und Auswirkungen dieser „New Wave“-Science Fiction.


Inhalt

Erster Hauptabschnitt
1. Zum SF-Begriff in der Forschung
1.1. Definitionsversuche aus dem Bereich der "Feldkritik"
1.2. Definitionsversuche durch akademische Kritik
2. Zur Entwicklung des unterhaltungsliterarischen Marktes im 19. Jahrhundert
3. Das Bezugssystem der Science Fiction
3.1. Vorbemerkung
3.2. Die 'Gothic Novel' und ihre Nachfolger: Literatur des 'Supernatural' und 'Fantasy'
3.3. Naturwissenschaft und Technik in unterhaltungsliterarischer Verarbeitung
3.4. Gattungsspezifische Grundlagen der Science Fiction
4. Entstehung und Entwicklung von Science Fiction und Fantasy bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges
5. Spekulative Zukunftsliteratur in England zwischen den Weltkriegen
6. Science Fiction seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges
6.1. Die Entwicklung des literarischen Marktes
6.1.1. Vorbemerkung
6.1.2. Die Entwicklung auf dem Magazinmarkt
6.1.3. Die Buchproduktion
6.1.4. Andere Medien
6.1.5. Ursachen für ein erhöhtes rezeptionelles Interesse an SF
6.2. Zur Entwicklung technokratischer SF nach dem Zweiten Weltkrieg
6.3. Innovatorische Tendenzen in der Nachkriegs-SF außerhalb der ‘New Wave’
6.3.1. Vorbemerkung
6.3.2. Ray Bradbury
6.3.3. Frederik Pohl und C.M. Kornbluth
6.3.4 . Philip K. Dick
6.3.5. Ursula K. Le Guin
6.3.6 . Zusammenfassung
Zweiter Hauptabschnitt
Vorbemerkung
1. Die 'New Wave' im Spiegel der Kritik
1.1. Beiträge der Feldkritik
1.2. Beiträge akademischer Kritik
2. Entstehung und Entwicklung der 'New Wave'
2.1. Die literarische Bewegung und das Magazin New Worlds
2.2 . Zum Literatur- und Selbstverständnis der neuen literarischen Bewegung
3. Erschließung der 'New Wave' durch Analysen fiktionaler Texte der wichtigsten Autoren der Bewegung
3.1 . Zur Autorenauswahl
3 .2. Englische Autoren und ihre Produktionen
3.2.1. James Graham Ballard
3.2.1.1. Die Phase der "imaginary places"
3.2.1.2. Ballards Arbeiten seit Mitte der Sechziger Jahre
3.2 .2. Michael Moorcock
3.2.2.1. Moorcocks "Karl Glogauer"-Romane
3.2.2.2. "Jerry Cornelius" - Dekadenz und Satire
3.2.3. Brian Wilson Aldiss
3.2.4 . John Brunner
3.3. Amerikanische Autoren und ihre Arbeiten
3.3.1. Norman Spinrad
3.3.2. Thomas M. Disch
3.3.3. John T. Sladek
3.3.4. Roger Zelazny und Samuel R. Delany
Dritter Hauptabschnitt
1. Zusammenfassung der Ergebnisse der Autorenanalysen 2.Diskussion der Arbeitsergebnisse
3. Die 'New Wave' im Gefüge des SF-Marktes
Literaturverzeichnis